Unternehmungen in München: 12 Orte, die wirklich was werden
12 Orte · 8 Min. Lesezeit · zuletzt aktualisiert 19.9.2026
Kurz gesagt
Gute Unternehmungen in München verteilen sich auf Wasser, Kunst und Nacht: Surfen am Eisbach, Grillen an der Isar, Marktbummel am Viktualienmarkt und Museumsbesuch im Kunstareal tagsüber, abends Werksviertel, Blitz oder Backstage. Wer Ruhe sucht, findet sie im Westpark oder am Westend, wer Trubel will, im Glockenbachviertel.
München wirkt auf den ersten Blick durchgeplant, aber die besten Unternehmungen liegen abseits von Marienplatz und Postkartenmotiven. Isar, Werksviertel und die Clubs im Osten der Stadt zeigen ein anderes Tempo.
Diese Liste mischt Klassiker, die zurecht Klassiker sind, mit Orten, die auch Münchner erst nach ein paar Jahren in der Stadt entdecken.
Wasser und Grün: Eisbach, Isar und Englischer Garten
München liegt am Fluss, und ein großer Teil des Stadtlebens spielt sich an Isar und Eisbach ab, sobald die Sonne rauskommt.
1Foto: Harald Süpfle · CC BY-SA 2.5 Eisbachwelle
sehenswürdigkeit
Englischer Garten, Schwabing
Die stehende Welle direkt am Eingang des Englischen Gartens gehört zu den bekanntesten Fotomotiven Münchens, aber sie ist keine Show für Touristen – hier surfen Locals fast jeden Tag, bei fast jedem Wetter.
Am besten steht man auf der kleinen Brücke oder am Ufer, wenige Meter von der Straße entfernt.
Am frühen Abend ist weniger los als mittags am Wochenende.
2Foto: Maximilian Dörrbecker (Chumwa) · CC BY-SA 2.5 Isar zwischen Wittelsbacherbrücke und Flaucher
flussufer & grillen
Isarvorstadt bis Thalkirchen
Die Isarauen sind Münchens Wohnzimmer im Sommer: Kiesbänke zum Grillen, flache Stellen zum Schwimmen, und genug Platz, um nicht direkt neben der nächsten Gruppe zu liegen.
Wer weiter südlich Richtung Flaucher geht, findet es ruhiger als in Höhe Deutsches Museum.
Einweggrills sind auf ausgewiesenen Flächen erlaubt, sonst wird es teuer.
3Foto: Carsten Steger · CC BY-SA 4.0 Englischer Garten, Nordteil
park
Schwabing
Der Nordteil rund um den Kleinhesseloher See ist deutlich ruhiger als die Wiesen am Chinesischen Turm.
Gut für einen langen Spaziergang oder ein Picknick, ohne dass ständig jemand Frisbee über den Kopf fliegt.
Der Chinesische Turm hat einen der schönsten Biergärten der Stadt direkt nebenan.
Markt, Museen und Altstadt
Für alles, was mit Essen, Kunst und Geschichte zu tun hat, muss man nicht weit laufen – die drei wichtigsten Ziele liegen in Gehdistanz zueinander.
4Foto: Wikiolo · CC BY-SA 3.0 Viktualienmarkt
markt & streetfood
Altstadt-Lehel
Seit über 200 Jahren Münchens zentraler Markt: Obst, Käse, Fisch, dazwischen kleine Imbissstände für den schnellen Snack zwischendurch.
Der eigene Biergarten in der Mitte ist einer der wenigen, in denen man auch mitgebrachtes Essen verzehren darf, solange man Bier vom Stand kauft.
Werktags vormittags ist es am entspanntesten, samstags am vollsten.
- 5
Pinakotheken
museum
Kunstareal, Maxvorstadt
Alte, Neue und Pinakothek der Moderne liegen alle im selben Viertel und decken zusammen mehrere Jahrhunderte Kunstgeschichte ab.
Wer nicht alle drei an einem Tag schaffen will, kombiniert eine davon mit einem Kaffee in der Türkenstraße nebenan.
Ein Euro Eintritt gilt an bestimmten Tagen der Woche in allen drei Häusern.
6Foto: Wikiolo, derivative work Lämpel · CC BY-SA 4.0 Asamkirche
kirche & architektur
Sendlinger Straße, Altstadt
Kleine Barockkirche mitten in der Einkaufsstraße, von den Gebrüdern Asam als Privatkirche gebaut – innen fast überladen mit Gold und Fresken.
Der Kontrast zur Shoppingmeile davor macht den Besuch noch eindrücklicher.
Fünf Minuten reichen, aber sie lohnen sich.
Werksviertel und Nacht: Konzerte, Clubs, Ausblick
Östlich vom Hauptbahnhof entsteht seit einigen Jahren ein neues Viertel, das München um eine Ecke reicher gemacht hat, die nicht auf alt getrimmt ist.
7Foto: Fentriss · CC0 Werksviertel-Mitte
kreativquartier
Berg am Laim / Haidhausen
Auf dem ehemaligen Pfanni-Werksgelände sind Streetart, Foodmarkt, Konzerthallen und das Riesenrad zusammengekommen – tagsüber Kaffee und Markt, abends Konzerte und Bar.
Es fühlt sich weniger durchgestylt an als andere neue Viertel und ändert sich noch spürbar von Jahr zu Jahr.
Das Riesenrad fährt bis spätabends, oben ist der Blick auf die Alpen an klaren Tagen sehenswert.
- 8
Backstage München
konzerte & club
Wilhelm-Hale-Straße, Westend
Seit den Neunzigern die feste Adresse für Konzerte abseits der großen Hallen, von Metal bis Hip-Hop, dazu ein Biergarten im Hof.
Mehrere Säle unter einem Dach heißen: An guten Abenden läuft parallel mehr als eine Show.
Das Programm wechselt fast täglich, ein Blick auf die Website lohnt sich vor jedem Besuch.
9Foto: Kaethe17 · CC BY-SA 4.0 Blitz Club
techno club
Friedenstraße, Haidhausen
Münchens bekanntester Techno-Club, mit Soundsystem und Booking, das sich vor Berlin nicht verstecken muss.
Kleiner als die großen Berliner Clubs, dafür konsequent auf Musik statt Show ausgerichtet.
Türsteher-Regeln sind streng, ohne Gruppe und mit ruhigem Auftreten kommt man leichter rein.
Westend und Glockenbach: Viertel zum Bummeln
Zwei Viertel, die zeigen, dass München auch abseits der Altstadt Charakter hat – das eine bodenständig, das andere durchgestylt.
- 10
Westend
viertel
Westend
Früher Arbeiterviertel, heute eine Mischung aus alteingesessenen Kneipen, türkischen Bäckereien und neuen Cafés – bunter und weniger poliert als die Innenstadt.
Die Schwanthalerhöhe direkt nebenan hat eine ähnliche, ruhigere Atmosphäre.
Für einen Spaziergang mit Stopps zum Essen ist die Gollierstraße ein guter Startpunkt.
11Foto: Tkx · CC BY-SA 3.0 Glockenbachviertel
viertel & bars
Isarvorstadt
Kleine Läden, Bars und eine der höchsten Dichten an guten Cafés in München, dazu die Nähe zur Isar.
Abends füllen sich die Bars entlang der Fraunhoferstraße und der Reichenbachstraße schnell.
Der Gärtnerplatz in der Mitte ist im Sommer ein guter Treffpunkt, bevor es in die Bars weitergeht.
12Foto: Wladyslaw Sojka · FAL Olympiapark
park & aussicht
Milbertshofen
Zeltdach, Olympiaturm und der See mittendrin machen den Park zu einem der ungewöhnlichsten Stadtparks Deutschlands, gebaut für die Spiele 1972.
Von der Aussichtsplattform des Turms sieht man bei klarem Wetter bis zu den Alpen.
Im Sommer laufen hier regelmäßig Open-Air-Konzerte, ein Blick ins Programm lohnt sich vor dem Besuch.
Häufige Fragen
Was kann man in München machen, ohne Eintritt zu zahlen?
Eisbach, Isarauen, Englischer Garten und ein Spaziergang durch Westend oder Glockenbachviertel kosten nichts. Auch der Viktualienmarkt lässt sich gut ohne Budget erkunden, wenn man nur schaut statt kauft.
Wo geht man in München abends aus?
Werksviertel, Glockenbachviertel und die Gegend um den Gärtnerplatz sind die verlässlichsten Startpunkte. Für Konzerte lohnt das Backstage, für Techno der Blitz Club.
Ist die Eisbachwelle wirklich sehenswert?
Ja, und sie ist kostenlos zugänglich. An warmen Tagen stehen oft mehrere Zuschauerreihen an der Brücke, am frühen Abend ist es entspannter als mittags.
Wie plant man einen Tag mit mehreren dieser Orte?
Am einfachsten kombiniert man geografisch: Altstadt, Kunstareal und Isar liegen nah beieinander, Werksviertel und Blitz eher im Osten. Mit lonni lässt sich so eine Runde als Liste speichern und direkt mit Freunden teilen, statt Adressen einzeln hin- und herzuschicken.
Lohnt sich München für ein Wochenende ohne Auto?
Ja, U-Bahn und Rad reichen für alle Orte in dieser Liste aus. Nur wer bis in die Isarauen südlich von Thalkirchen will, plant etwas mehr Fußweg ein.
Diese Liste mitnehmen
Speicher dir die Orte, die dich interessieren, statt sie wieder zu vergessen. lonni macht aus einer Liste einen Plan mit Datum – und erinnert dich, bevor es zu spät ist.
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